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Die Technische Universität Dresden und ihre vielen
unterschiedlichen Fakultäten standen der Eingliederung
der des universitären Teils der HfV vermutlich skeptisch
gegenüber. Kein Wunder: Allein die Bezeichnung
als "komplexe" Fakultät 10 für Verkehrswissenschaften
ließ nichts Gutes erwarten: Niemand wusste nämlich,
was sich hinter diesem Begriff verbarg. Die Vorstellung,
dass an der TU Dresden das beispiellose Exempel statuiert
werden sollte, den "universitären Teil"
einer ganzen Hochschule einzugliedern, war für alle
Beteiligten eine bis dahin nicht gekannte Herausforderung.
Deshalb ist es nur zu verständlich, dass die 13
Fakultäten der TU Dresden dem übermächtigen
Sonderling nicht gerade mit offenen Armen empfangen
würden. Im Übrigen wusste niemand so richtig,
wie die Zukunft der unmittelbar betroffenen Fakultäten
aussehen sollte, waren doch Verkehrswirtschaft und Logistik,
Verkehrsmaschinenwesen, Verkehrsbauwesen und die elektrotechnische
Komponente des Nachrichtenverkehrswesens in Form der
traditionellen Fakultäten für Wirtschaftswissenschaften,
Maschinenwesen, Bauingenieurwesen und Elektrotechnik
bereits an der TU Dresden vorhanden.
Die selbe Unsicherheit herrschte auf Seiten der "Neuen".
So musste die künftige Fakultät für Verkehrswissenschaften
sich ihren Platz innerhalb der TU Dresden erst einmal
suchen - im Einvernehmen mit allen Beteiligten. Dieser
Prozess sollte einige Jahre dauern.
Wandlung von einer Hochschule zu
einer Fakultät
Eines war schon 1992 klar: Der Umfang von Forschung
und Lehre wird sich auf dem gewohnten Niveau nur schwer
halten lassen. Die Personalausstattung sowie die Verfügbarkeit
an Gebäuden und an Ausstattung setzten natürliche
Grenzen. Anscheinend glaubte man aber noch zu Beginn
der Auflösung der HfV, dass die Gebäude und Einrichtungen
der Verkehrshochschule lediglich als Fakultät 10 "umbezeichnet"
in die TU Dresden eingegliedert werden, aber hier schien
wohl eher der Wunsch der Vater des Gedanken: Die Fakultät
10 bekam ihr ursprüngliches Gebäude auf dem Campus zugewiesen
(Potthoffbau), sowie den in den 1980-er Jahren errichteten
Bau in der Andreas-Schubert-Straße. Die übrigen Gebäude
und Anlagen wurden als Grundstock für die 1992 gegründete
Fachhochschule Dresden verwendet.
Auf dem ersten Blick sieht die Struktur der Fakultät
Verkehrswissenschaften der Struktur ihrer Vorgängereinrichtung
sehr ähnlich. Die wichtigsten verkehrswissenschaftlichen
Forschungs- und Lehrgebiete wurden an die Fakultät
Verkehrswissenschaften übernommen. Die zur natur-
und technikwissenschaftlichen Grundlagenausbildung erforderlichen
Lehreinrichtungen wurden nicht übernommen, weil
diese bereits an der TU Dresden vorhanden sind. Die
vier Säulen der Fakultät - die neue Struktur
verkehrswissenschaftlicher Forschung und Lehre in Dresden
sind das Verkehrsingenieurwesen, die Fahrzeugtechnik,
der Verkehrsanlagen sowie die Verkehrswirtschaft.
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| Hochschule für Verkehrswesen |
Fakultät Verkehrswissenschaften |
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| Fakultät Wirtschaft und Verkehr |
Institut für Wirtschaft und Verkehr |
| Fakultät Verkehrsingenieurwesen
und Logistik |
Institut für Transportlogistik |
| Institut für Verkehrssystemtheorie
und Bahnverkehr |
| Institut für Luftfahrt |
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| Fakultät Maschinenbau
und Fahrzeugtechnik |
Institut für Theoretische Grundlagen
der Fahrzeugtechnik |
| Institut für Verbrennungsmotoren
und Kraftfahrzeuge |
| Institut für Schienenfahrzeugtechnik |
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| Fakultät Bauingenieurwesen
und Verkehrsinfrastruktur |
Institut für Verkehrsplanung
und Straßenverkehr |
| Institut für Verkehrswegebau |
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| Fakultät Elektrotechnik, Telekomm-unikation
und Prozessautomatisierung |
Institut für Elektrische Verkehrssysteme |
| Institut für Verkehrsinformationssysteme |
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| Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften |
wahrgenommen durch die entsprechenden Fakultäten
an der Technischen Universität Dresden |
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| Fachbereich Rechts- und Sicherheitswissenschaften |
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| Fachbereich Geistes- und Sozialwissenschaften |
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Eingliederungsprozess in die Technische
Universität Dresden
Die Integrationskommission wurde gegründet, um
die Abwicklung der HfV ordnungs- und weisungsgemäß
durchzuführen. Sie nahm ihre Arbeit im Mai 1992
auf und wirkte bis 1994
Um den Aufbau der Fakultät vorzubereiten und durchzuführen,
wurde die Gründungskommission gebildet. Sie nahm
1992 ihre Arbeit auf. Sie bildete den Vorläufer
des späteren Fakultätsrates.
Die Dekane der Fakultät
1992
1992 - 1996
1996 - 2003
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Prof. Dr.-Ing. habil. Günter
Hertel, Gründungsdekan
Prof. Dr.-Ing. Siegfried Rüger
Prof. Dr.-Ing. Siegbert Liebig |
"Wir sind da - als Bestandteil der TU Dresden"
Nach über zehnn Jahren seit Gründung der Fakultät
hat sich die Verkehrsfakultät zu einem anerkannten
Bestandteil des vielseitigen Wissenschaftsprofils der
Technischen Universität Dresden entwickelt - trotz aller
anfänglichen Widrigkeiten. Das ist ein nicht zu unterschätzendes
Verdienst derjenigen, welche die Geschicke der "Dresdner
Schule" in die Hand genommen haben. Nun ist ein
sicheres und stabiles Fundament für die Zukunft
gelegt - die wichtigste Errungenschaft der 1990-er Jahre
für die "Dresdner Schule der Verkehrstechnoligie".
Nach einem jahrelang andauernden Transformationsprozess
scheint es so, als habe die Fachschaft Verkehrswissenschaften
endlich wieder ihren angestammten Platz in der "Alma
Mater" eingenommen. Nun können die Herausforderungen
der Zukunft angegangen werden.
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