Zur Vereinfachung der interdisziplinären
Forschung bildete man Fachgruppen, in denen unterschiedlicher
Einrichtungen der Hochschule gemeinsam wirkten.
- Fachgruppe Luftverkehr
- Fachgruppe Kraftverkehr und städtischer Verkehr
- Fachgruppe Schifffahrt
- Fachgruppe Post- und Fernmeldewesen
- Fachgruppe Kybernetik (ex. FG Mathematische Methoden
der Unternehmensforschung im Transport- und Nachrichtenwesen)
- Fachgruppe Fremdenverkehr (1967)
Forschungsprojekte mit Vorrang:
Bau des Überseehafens Rostock (1959), also Technologie
des Hafenbahnhofs, Standort des Rangierbahnhofs, Kapazitätsermittlung
Lösung der Verkehrsprobleme in Dresden (1959), also
Generalverkehrsplan, Sofortprogramm
Maßnahmen zur Störfreimachung der Wirtschaft
(1961), Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs
in Städten und Ballungsräumen (1961), so z.B.
die Entwicklung der Zahlbox für den schaffnerlosen
Omnibus- und Straßenbahnverkehr, Optimierung von
Rohstofftransporten
Fachgruppe Traktionsumstellung (1966)
In den 70-er Jahren definiert man das Tätigkeitsprofil
in der Forschung auf die Schwerpunkte:
- Automatisierte Systeme des Transport- und Nachrichtenwesens
- Transport-, Umschlag- und Lagertechnik
- Optimierung von Verkehrsströmen
- Künftige Entwicklung der Eisenbahn
- Probleme der Motorisierung des Verkehrs
- Rationelle Gestaltung des Güterverkehrs einschließlich
des Containertransports
In einer 1971 durch den Wissenschaftlichen Rat verabschiedeten
Konzeption wird eine Konzentration der Forschung auf
vier Themenkomplexe vorgesehen:
- Hohe Geschwindigkeiten und neue Werkprinzipien
- Automatisierung im Verkehrswesen
- Prognostische Verkehrsmodelle für Ballungsgebiete
und Großstädte (Beispiel Dresden - Oberes
Elbtal)
- Container-Transport-System
Das Komplexthema "Entwicklung von Verkehrslösungen
für das Ballungsgebiet Dresden - Oberes Elbtal"
wird bis zum Februar 1975 von 81 Studenten der Hochschule
bearbeitet. dabei wurden interessante Verbesserungsvorschläge
für verschiedene Bereiche des öffentlichen
Nahverkehrs unterbreitet. Das Thema wird später
mehrfach aufgegriffen und schrittweise mit der technischen
Weiterentwicklung fortgeführt, so in Form des intersektionären
Forschungsprojektes "Oberes Elbtal" (1985)
und in Form des Leitprojektes intermobil (1995).
Im Verlaufe der Ölkrise in den 80-er Jahren gewinnt
die zielgerichtete Forschung nach Wegen zur Rationalisierung
der Prozesse im Verkehrswesen stark an Bedeutung. Dabei
rücken Schlagwörter, wie Elektrifizierung
und Energieeinsparung, Rationalisierung im Personen-
und Gütertransport, Reduzierung des Transportaufwandes,
Reproduktion und Verkehr in den Mittelpunk der Forschungstätigkeit.
Außerdem gewinnt die zunehmende Entwicklung der
Informatik in den 80-er Jahren zunehmend Bedeutung im
Forschungsprofil der Hochschule. Dabei werden beachtliche
Fortschritte auf vielfältigen Anwendungsgebieten
von Mikrorechnersteuerungen im Verkehrswesen erzielt.
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Prozessautomatisierung im Transportwesen
und im Post- und Fernmeldewesen
Automatisierung beim Transport, in der Produktion und
im Büro - rechnergestützte Betriebsführung,
Technologieentwicklung und Dimensionierung - rechnergestützte
Konstruktion - rechnergestützte Qualitätssicherung
- rechnergestützte Planungsprozesse und rechnergestützte
Arbeitsplätze für Ökonomen
Rationalisierung von Transportprozessen
Komplexe Gestaltung von Transportprozessen - optimale
Kooperationsformen zwischen den Verkehrszweigen und
der Wirtschaft - Stadtverkehrslösungen, verkehrsplanerische
Berechnungen für Städte und Ballungsgebiete
- Stabilität technologischer Prozesse des Eisenbahntransports
- Automatisierung des innerbetrieblichen Transports
Weiterentwicklung von Nachrichtenverkehrsprozessen
Neue Dienste und Leistungsarten - Digitalisierung von
Nachrichtensystemen - Planung und Optimierung von Fernmeldenetzen
- Optimierung von Verfahren und Medien zur Nachrichtenübertragung
unter besonderer Berücksichtigung der Lichtwellenleitertechnik
Konstruktion, Instandhaltung und Technische Diagnostik
von Fahrzeugen und Anlagen
- Dimensionierung von Anlagen des Straßenverkehrs
und des Schienenverkehrs (Stadt- und Landstraßen,
Gleisanlagen für Fernbahnen und Straßenbahnen,
Brücken, Hochbauten) - Dimensionierung von Energieversorgungsanlagen
für elektrische Bahnen - Bemessung von Fahrzeugen
des schienengebundenen Verkehrs, Nutzung moderner Antriebstechnik
- Erhaltung, Erneuerung und Modernisierung von Fahrzeugen
und Verkehrsanlagen - Werkstoffe, Kraftstoffe und Schmierstoffe
Ortsveränderung und Intensivierung des Reproduktionsprozesses
Effektive Arbeitsteilung zwischen den Verkehrszweigen
- Produktions-Transport-Optimierung
Verkehrssicherheit im Schienenverkehr, Straßenverkehr
und der Binnenschifffahrt
Verkehrsabhängige Straßenverkehrssteuerungen
- System Mensch-Maschine-Umwelt - Unfallursachenanalysen
- Methoden der Verkehrsschulung und Verkehrserziehung
- Soziologie und Psychologie im Verkehrswesen
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